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Ziele, Inhalte, Methoden, FachModule

in der Fachrichtung Gestalt & Orientierungsanalyse GOA

Ziel der Gestalt-Arbeit ist eine möglichst prägnante Identität und die Entfaltung der kreativen Möglichkeiten des Menschen. Menschen und Welt, Gruppe und Indivi­duum stehen in einem dialektischen Zusammenhang. Beide bedingen einander, sie verhalten sich zueinander komplementär. Mein Sein ist bestimmt durch das Sein mit anderen (Heidegger, 1976).

Die Gestalt-Methodik ist in ihrem ganzheitlich-integrativen Verständnis menschlicher Personalität und ihrer klaren Wert- und Glaubensentscheidung für die allgemeine Ten­denz des Menschen zur »guten Gestalt«, d. h. zur selbstständigen, verantwortungs­- und sinnvollen Gestaltung des Lebens in besonderer Weise geeignet.

Sie kann dazu beitragen, persönlichen Glauben mit den alltäglichen Erfahrungen im »Hier und Jetzt« lebendig zu verbinden. Mit den Konzepten des Wachstums, der Ganzheit, der wachen Bewusst­heit im Hier und Jetzt, des Lernens durch Erleben, der Verantwortung als Fähigkeit zu antworten (responsibility = response-ability) und der Betonung des Selbstregulations- ­und Selbstverwirklichungsprinzips sowie den zahlreichen Übungen und Spielen zur Schulung von Selbst-/Fremdwahrnehmung und Kommunikation, hat der Gestalt- Ansatz die Methodologie für ein Bildungskonzept geschaffen, das den Bereich der Gefühle, der Empfindungen und der sozialen Interaktion umfasst. 

Wichtigstes Element der orientierungsanalytischen Trainingsarbeit ist das Lernen anhand von Früherinnerungen. Ich gehe davon aus, dass Erinnerungen ebenso wie Träume und Zukunftsphantasien jeweils andere intrapsychische Verarbeitungs­formen des »Hier und Jetzt« sind. Es geht also primär um ein Zusammenbringen von Vergangenheit und Zukunft im heutigen Lebenskontext des Lernenden. Dabei werden anhand der Inszenierung von Früherinnerungen unsere Prägungen, unsere Lebensmuster - speziell im Rahmen von Konfliktsituationen - zum Thema gemacht. Hindernde Muster werden enttrübt und fördernde Muster werden dabei wiederentdeckt bzw. im Rollenspiel neu entwickelt.

Die Gestalt-Methodik hat viele Annahmen der Gestalttheorie übernommen, die am Berliner Psychologischen Institut entwickelt worden ist. Diese Theorie war eine Reak­tion auf die Elementpsychologie des 19. Jahrhunderts, die das psychische Gesche­hen in kleinste Einheiten, etwa Assoziationen, aufzulösen versuchte. Die Gestalt- Psychologen betonen demgegenüber den ganzheitlichen Aspekt des psychischen Geschehens (»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«). Der Psychoanaly­tiker Fritz Perls übernahm diese Grundgedanken bei der Entwicklung seiner Gestalt- Methodik.

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